Tanzszene

Interessen-Gemeinschaften (IG) und Organisationen

Verbände: die IGs


Lokale Netzwerke der Tanzschaffenden, die sogenannten "IGs", bieten fundiertes Wissen über und für die Freie Tanzszene in ihrer jeweiligen Region. Sie sind die beste Informationsquelle für Fragen und Anliegen der Tanzschaffenden und gleichzeitig wichtige Multiplikatoren:

Für Tanzschaffende, die sowohl bei einer dieser Organisationen als auch bei Danse Suisse Mitglied sind (Doppelmitgliedschaft), gewährt Danse Suisse eine Reduktion auf die Jahresgebühr.


Treffen mit lokalen Tanz-IGs


Trotz der Tatsache, dass viele Tänzer*innen und Choreograf*innen im Laufe ihrer Karriere oft den Wohnort wechseln und zeitweise im Ausland arbeiten, ist es wichtig, möglichst langfristige Verbindungen und nachhaltige Netzwerke aufzubauen.

Danse Suisse arbeitet eng mit den lokalen Organisationen/IGs zusammen und bündelt die Ressourcen. Danse Suisse organisiert regelmässige Arbeitstreffen mit allen lokalen Tanz-Interessengemeinschaften in der Schweiz, welche dem Informationsaustausch über die regionalen Grenzen hinweg dienen. Unterschiedliche Bedürfnisse der Tänzer*innen und Choreograf*innen werden gesammelt und gemeinsame Lösungswege ausgearbeitet. Vor allem in der Verbreitung von Informationen (tanz- und kulturpolitische Anliegen, Vorstellungen, Profitrainings, Weiterbildungen, Seminare) können alle Partner Synergien nutzen. Danse Suisse unterstützt zudem bei regionalen tanzpolitischen Anliegen.

Weitere Verbände


Die Schweiz verfügt über ein weites Netz von Verbänden und Organisationen, die für bestimmte Aufgaben- und Themenbereiche in der Theater- und Tanzszene zuständig sind oder mit dem Tanz Berührungspunkte haben. Wir sind mit ihnen vernetzt und bündeln unsere Kräfte immer dann, wenn es um die Durchsetzung gemeinsamer Anliegen und die Nutzung von Synergien geht.


Zu den Organisationen gehören:

Compagnien

Institutionelle Compagnien

6 Theaterhäuser haben eigene feste Tanzensembles:


Freie Compagnien

Neben den festen Tanzensembles der grossen Theaterhäusern, gibt es auch zahlreiche freischaffende Compagnien und Tänzer (ungefähr 300), die in der Schweiz und im Ausland tätig sind. Die Freie Szene ist in der Form der regionalen IGs gut vernetzt, welche fundiertes Wissen über und für die Freie Tanzszene in ihrer jeweiligen Region bieten. Bei den IGs sind ca. 232 Compagnien als Mitglieder registriert (aktuelle Auflistung hier).

Auf Performing Arts Selection wird eine Auswahl von Compagnien und Spielorten von Pro Helvetia vorgestellt, die zur Vielfalt der Schweizer Szene der Darstellenden Künste beitragen.

Spielorte

Auszeichnungen / Tanzpreise

Ab 2021 Schweizer Preise Darstellende Künste


Wie in der Kulturbotschaft 2021-2024 angekündigt, werden ab 2021 die Theaterpreise einschliesslich des Kleinkunstpreises mit den Tanzpreisen zusammengeführt und jährlich unter dem Dach der Schweizer Preise Darstellende Künste an einer gemeinsamen Veranstaltung im Herbst verliehen.


Ziel dieser Zusammenführung ist der Durchlässigkeit der Grenzen zwischen den Sparten Tanz, Theater, Kleinkunst sowie weiteren Facetten der darstellenden Künste wie Performance, zeitgenössischer Zirkus, Figurentheater oder Strassenkünste besser Rechnung tragen zu können. Die Zusammenlegung dient einer grösseren Sichtbarkeit des gesamten Spektrums der darstellenden Künste. Ausserdem kann so der 1957 von der Schweizerischen Gesellschaft für Theaterkultur (SGTK) ins Leben gerufene Hans-Reinhart-Ring wieder in allen Bereichen der darstellenden Künste vergeben werden.


Weitere Informationen finden Sie hier.

Archivierung

  • SAPA, Schweizer Archiv der Darstellenden Künste (ehem. Schweizer Tanzarchiv) - Kompetenzzentrum für die Erhaltung des immateriellen Kulturerbes Tanz.

Die Stiftung SAPA ist das nationale Kompetenzzentrum für die Archivierung von choreographischen Werken.


Im Tanz sind Videoaufnahmen aus dem künstlerischen Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie dokumentieren Proben, dienen als Promotionsmaterial und sind in der Regel auch Jahre später neben Fotografien die einzigen Zeugen der künstlerischen Arbeit.

Leider ist die Lebensdauer von Videos begrenzt. Aufgrund der raschen Veränderung von technischen Standards kann eine eben noch benutzte Kamera fast über Nacht zu einem museumswürdigen Objekt und eine kürzlich erstellte Videoaufnahme wegen fehlender Abspielgeräte nicht mehr betrachtet werden. Jede Kopie bei analogen Bandformaten bedeutet auch einen hohen Informationsverlust.

Auch in rechtlicher Hinsicht muss geklärt werden, dass eine Videoaufnahme zu einem späteren Zeitpunkt als Zeugnis der künstlerischen Arbeit gesichtet und z.B. für Forschungszwecke verwendet werden darf.


Leitfaden für die Videoaufnahme choreographischer Werke:

Der Leitfaden informiert über die wichtigsten Probleme und Gefahren und zeigt Lösungsansätze auf.


Leitfaden für die Übergabe choreographischer Werke an die Stiftung SAPA:

Sie besitzen Unterlagen und verfügen über Dokumente, die wichtig sind für den Schweizer Tanz und die Schweizer Tanzgeschichte? Übergeben Sie ihre Bestände der Stiftung SAPA!

Vermittlung

Wie für Tänzer, Choreografinnen, Tanzpädagogen, Managerinnen, Dramaturgen und andere ist Danse Suisse auch für die Tanzvermittler*innen der zuständige Berufsverband, der ihre berufspolitischen Interessen und Anliegen auf verschiedenen Ebenen vertritt.

Insbesondere Mitgliedern, aber auch allen anderen dieser Gruppe stehen bei Fragen, die den Arbeitsalltag und die berufliche Karriere betreffen, geeignete Ansprechpersonen für eine Beratung zur Verfügung. Bitte nutzen Sie unser Netzwerk, kontaktieren Sie uns einfach unter info@dansesuisse.ch.


Mehr zum Thema Tanzvermittlung, insbesondere zu Vermittlungsprojekten und -inhalten in der Freien Szene finden sich auf der Webseite von Reso und des Vereins Kulturvermittlung Schweiz. Kulturvermittlung Schweiz widmet sich als Netzwerk spartenübergreifend allen Themen der Vermittlung.