Tanz & Politik

Danse Suisse setzt sich auf kultur-, berufs- und bildungsspolitischer Ebene für den Tanz ein. Danse Suisse gehört zu einem Netzwerk aus in der Kultur tätigen Berufsverbänden und Organisationen, die unter dem Dach von Suisseculture zusammengeschlossen sind und gemeinsame Anliegen der Kulturschaffenden auf nationaler Ebene in die Politik einbringen.

Tanzpreise 2021

Schweizer Tanzpreise – eigenständige Preise für eine eigenständige Kunstsparte!


Die Tanzschaffenden und die Tanzorganisationen, allen voran der Berufsverband Danse Suisse setzen sich seit langem für die Anerkennung des Tanzes als eigenständige Kunstsparte ein.


Mit der Einführung der durch das Bundesamt für Kultur verliehenen Schweizer Tanzpreise ab 2013 wurde ein Meilenstein erreicht. Das Bundesamt für Kultur wird ab 2021 die Verleihung der Tanzpreise mit jener der Preise für Theater und Kleinkunst, Nouveau Cirque, Art de la Rue und Figurentheater zusammenlegen.

Danse Suisse bedauert diese Entscheidung und hat sich dafür eingesetzt, die Tanzpreise eigenständig beizubehalten und dadurch den Tanz als Kunstsparte weiter zu stärken.


Die Gründe, die gegen die Zusammenlegungt sprachen, haben nach wie vor Gültigkeit: Durch die Zusammenlegung verliert die Tanzszene ihre „eigene“ Gala und damit einen Abend, der identitätsstiftend wirkt, dem Tanz uneingeschränkte Wertschätzung entgegen bringt und ihn als eigenständige Kunstsparte in der Öffentlichkeit profiliert. Selbst der aktuelle Trend zur Interdisziplinarität auf der Bühne rechtfertigt eine Fusion der Tanz- und Theaterpreise nicht, denn nur die Eigenständigkeit jeder Disziplin kann eine hohe künstlerische Qualität in der Zusammenarbeit gewährleisten.


Danse Suisse legt besonderen Wert auf die Beibehaltung der separaten Preise für herausragende Tänzerinnen und Tänzer. Gemäss dem Bundesamt für Kultur sollen diese ab 2021 entfallen. Damit wäre die wichtige Wertschätzung für den Beruf der Tänzerin / des Tänzers, und die Auszeichnung ihrer künstlerisch-kreativen Leistung bei der Entwicklung und Präsentation choreographischer Werke nicht mehr gegeben. Die Tanzpreise an Interpret*innen setzen hier ein wichtiges Signal und unterstützen die Wahrnehmung des Berufs der Tänzer*innen und der in den letzten Jahren geschaffenen Berufsabschlüsse.


Statements aus der Tanzszene

So kommentierten die Tanzschaffenden die beabsichtigte Fusion (in Originalspache).